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"Helfer mit Herz - Das Portal mit Herz"
und des gemeinnützigen Vereins
"Helfer mit Herz"
Wir wollen Menschen helfen, die durch Hartz IV in eine Notlage geraten sind. Jederzeit stehen wir mit Rat und Tat an deren Seite und helfen mit kostenlosen Spenden. Das Thema "Armut in Deutschland" wurde lange totgeschwiegen - jetzt ist es an der Zeit aktiv zu werden. Wenn auch Du Hilfe benötigst oder Helfer sein möchtest, dann komm zu uns und werde aktiv!
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Armut in Deutschland - gibt es das?
Armutsgrenze: 60 Prozent
eines mittleren Einkommens
Armut liegt immer dann vor, wenn eine Person
ein sozio-kulturelles Existenzminimum
nicht erreicht oder anders ausgedrückt:
wenn sie keine angemessene Teilhabe an der
Gesellschaft hat und so ausgegrenzt ist. Bei der
Betrachtung von Ausgrenzung sind viele Dimensionen
einer Lebenslage wichtig, beispielsweise
Wohnen und Arbeitsplatz. Im Falle eines Sozialstaats
ist ein Existenzminimum gemeint, das sich
eher an einer „mittleren“ Lebensweise orientiert
und das auch den Aufwand umfasst für eine
Mindestversorgung in den Bereichen Erziehung
und Bildung, Gesundheit, Transportmöglichkeiten,
Information, kulturelle Beteiligung, Rechtsschutz,
soziale Kontakte und soziale Integration.
In einer wachsenden Wirtschaft würde sich das
sozio-kulturelle Existenzminimum entsprechend
erhöhen. Für viele dieser Lebenslagen ist das
verfügbare Einkommen die wichtigste Voraussetzung.
Viele Untersuchungen zu Armut gehen
daher vom Einkommen als der zentralen Ressource
eines Haushaltsaus.
Prävalenz der Armut in Deutschland
Nach einer Studie vom Februar 2010 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wies Deutschland im Jahr 2008 "eine deutlich höhere relative Einkommensarmut als noch vor zehn Jahren" auf. Rund 11,5 Millionen Menschen lagen mit ihrem verfügbaren Einkommen unter der Armutsgrenze. Dies entspricht rund 14% der deutschen Bevölkerung. Das sind 4% mehr als noch vor 10 Jahren. Besonders gefährdet sind dabei Haushalte mit Kindern - vor allem Alleinerziehende - und junge Erwachsene. Die EU definiert die Armutsgrenze als ein Einkommen von unter 60% des nationalen Durchschnittseinkommens.
Nach einer Studie vom Februar 2010 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wies Deutschland im Jahr 2008 "eine deutlich höhere relative Einkommensarmut als noch vor zehn Jahren" auf. Rund 11,5 Millionen Menschen lagen mit ihrem verfügbaren Einkommen unter der Armutsgrenze. Dies entspricht rund 14% der deutschen Bevölkerung. Das sind 4% mehr als noch vor 10 Jahren. Besonders gefährdet sind dabei Haushalte mit Kindern - vor allem Alleinerziehende - und junge Erwachsene. Die EU definiert die Armutsgrenze als ein Einkommen von unter 60% des nationalen Durchschnittseinkommens.
Laut dem Armutsbericht des DGB, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der Hans-Böckler-Stiftung waren 9,1% der deutschen Bevölkerung im Jahre 1998 von der relativen Armut (50% des durchschnittlichen Einkommens) betroffen. Arm war also jeder 11. Bundesbürger. Dabei lag die Quote der Einkommensarmen im alten Bundesgebiet mit 8,7 % etwas niedriger und in den neuen Bundesländern mit 10,7 % etwas höher als der Bundesdurchschnitt.
Der 2. Armutsbericht der Bundesregierung fokussiert bei seinen statistischen Zahlen auf das Armutsrisiko. Demnach waren im Jahr 1998 12,1% vom Armutsrisiko (60% des Durchschnittseinkommens) betroffen. Bis 2003 zeigte dieser Anteil einen beunruhigen Anstieg auf 13,5% (alte Länder: 12,2%; neue Länder: 19,3%). Dies zeigt, dass wir es in Deutschland, und vornehmlich im östlichen Teil, mit einer neuen Armut zu tun haben.
Wie liegt die deutsche Armutsquote im Vergleich zu anderen europäischen Staaten? Gemäß den letzten EUROSTAT-Zahlen von 2001 lag Deutschland mit einer Armutsquote von 11% zwar über Ländern wie Schweden (9%) und Dänemark (10%), aber noch deutlich unterhalb des Durchschnitts der damals noch 15 europäischen Staaten (15%).
Relative Armut betrifft in Deutschland zunehmend Kinder. Und diese Situation verschlechtert sich derzeit dramatisch. Lebten im Jahre 2003 1,08 Millionen Kinder in Haushalten, die Sozialhilfe bezogen (wobei der Bezug von Sozialhilfe ein hilfreicher Indikator relativer Armut darstellt), so war diese Zahl schon Ende 2004 auf 1,45 Millionen angestiegen. Im Jahre 2006 liegt diese Zahl bereits bei 2 Millionen oder darüber. Arme Kinder leiden aufgrund der wirtschaftlichen Situation ihrer Familie unter körperlichen und seelischen Belastungen, haben schlechtere Aussichten für ihre schulische und berufliche Ausbildung, werden schlechter mit materiellen Gütern versorgt, sind zuweilen fehlernährt, haben oft weniger soziale Kontakte und Freunde. Gerade angesichts der Tatsache, dass deutsche Kinder (im Alter von 6 bis 17 Jahren) heute über 10 Milliarden Euro zur Verfügung haben, wird die eigene relative Armut der „Habenichtse“ als diskriminierend, ausgrenzend und beschämend empfunden.
Leben mit Hartz IV
Hartz IV ist die Grundsicherungsleistung für nicht arbeitende Erwerbsfähige. Hartz IV ist die Bezeichnung für das „Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“. Mit diesem Gesetz wurde ab Januar 2005 die Sozialhilfe und die Arbeitslosenhilfe zusammengelegt. Jetzt gibt es Arbeitslosengeld II für Arbeitslose und Sozialgeld für Angehörige von Arbeitslosen. Jeder, der arbeitslos und bedürftig ist, bekommt nur noch Leistungen, die so hoch sind wie die Sozialhilfe. Egal, was jemand gelernt hat und wie viel er oder sie vorher verdient hat. Der Regelsatz, der den Empfängern zur Verfügung steht, beträgt 345 Euro. Zusätzlich bekommt man für die Wohnung die Miet- und Mietnebenkosten bezahlt – allerdings nur bis zu einer gewissen Größe der Wohnung.
Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Zur Zeit gibt es in Deutschland rund vier Millionen Arbeitslose. Arbeitslosigkeit ist ein Massenphänomen geworden. Das heißt: Der Grund dafür liegt in den meisten Fällen nicht im Verhalten der Betroffenen, sondern im strukturell bedingten Fehlen von Arbeitsplätzen. Wichtigste Ursache der Arbeitslosigkeit ist der Trend zum Stellenabbau der Unternehmen aufgrund von mangelndem Wirtschaftswachstum, Überproduktivität, Fusion, Outsourcing und/oder Gewinnmaximierung. Hinzu kommen Schicksalsschläge wie Krankheit, Invalidität, Mutterschaft u.ä. Freilich gibt es auch das Phänomen der Arbeitsunwilligkeit. Weit verbreitet ist die Unterqualifikation, aber auch die Überqualifikation.
Über den Empfänger von Hartz IV lässt sich sagen, dass er oder sie:
Allerdings muss er/sie äußerst bescheiden und anspruchslos leben, mit jedem Cent rechnen, sich rational und rationell verhalten und lernen zu verzichten. Mit 345 Euro kann er sich regelmäßig seine Grundnahrungsmittel im Discounter kaufen. Dass er aber dennoch arm ist zeigt sich an den Dingen, für die er in der Regel jedoch kein Geld hat:
Die oben genannten Kosten würden sich auf über 400 Euro belaufen, also mehr als die 345 Euro Grundsicherungsleistung nach Hartz IV.
Hartz IV ist die Grundsicherungsleistung für nicht arbeitende Erwerbsfähige. Hartz IV ist die Bezeichnung für das „Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“. Mit diesem Gesetz wurde ab Januar 2005 die Sozialhilfe und die Arbeitslosenhilfe zusammengelegt. Jetzt gibt es Arbeitslosengeld II für Arbeitslose und Sozialgeld für Angehörige von Arbeitslosen. Jeder, der arbeitslos und bedürftig ist, bekommt nur noch Leistungen, die so hoch sind wie die Sozialhilfe. Egal, was jemand gelernt hat und wie viel er oder sie vorher verdient hat. Der Regelsatz, der den Empfängern zur Verfügung steht, beträgt 345 Euro. Zusätzlich bekommt man für die Wohnung die Miet- und Mietnebenkosten bezahlt – allerdings nur bis zu einer gewissen Größe der Wohnung.
Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Zur Zeit gibt es in Deutschland rund vier Millionen Arbeitslose. Arbeitslosigkeit ist ein Massenphänomen geworden. Das heißt: Der Grund dafür liegt in den meisten Fällen nicht im Verhalten der Betroffenen, sondern im strukturell bedingten Fehlen von Arbeitsplätzen. Wichtigste Ursache der Arbeitslosigkeit ist der Trend zum Stellenabbau der Unternehmen aufgrund von mangelndem Wirtschaftswachstum, Überproduktivität, Fusion, Outsourcing und/oder Gewinnmaximierung. Hinzu kommen Schicksalsschläge wie Krankheit, Invalidität, Mutterschaft u.ä. Freilich gibt es auch das Phänomen der Arbeitsunwilligkeit. Weit verbreitet ist die Unterqualifikation, aber auch die Überqualifikation.
Über den Empfänger von Hartz IV lässt sich sagen, dass er oder sie:
- nicht verhungern muss
- nicht verwahrlosen muss
- meist mit dem Fahrrad seine Erledigungen machen muss
- per Telefon, PC und Internet kommunizieren und sich ausreichend informieren kann
Allerdings muss er/sie äußerst bescheiden und anspruchslos leben, mit jedem Cent rechnen, sich rational und rationell verhalten und lernen zu verzichten. Mit 345 Euro kann er sich regelmäßig seine Grundnahrungsmittel im Discounter kaufen. Dass er aber dennoch arm ist zeigt sich an den Dingen, für die er in der Regel jedoch kein Geld hat:
- Kino, Theater und Sportveranstaltungen
- Einladungen und Bewirtung von Gästen, Freunden, Verwandten
- Restaurantbesuche
- Möbel und anderer Hausrat (Neuanschaffung) wie Waschmaschine, Sitzgarnitur etc.
- Kleidung, Schuhe etc.
- Kleine Geschenke zu Geburtstagen, Weihnachten etc.
- PKW (Anschaffung oder Unterhalt)
- Reinigung
- Urlaub und Reisen
- Reparatur für Schuhe, Kleidung, Haushalt
- Tageszeitung
- Vereinsbeiträge
- Rücklagen für spätere Anschaffungen
Die oben genannten Kosten würden sich auf über 400 Euro belaufen, also mehr als die 345 Euro Grundsicherungsleistung nach Hartz IV.
Quelle: www.armut.de