Dies ist die Internetpräsenz des Bürgernetzwerkes
"Helfer mit Herz - Das Portal mit Herz"
und dessen angeschlossenen gemeinnützigen Vereins.
Wir wollen Menschen helfen, die durch Hartz IV in eine Notlage geraten sind. Es kann JEDEN treffen - ob verschuldet oder ungewollt...
Jederzeit stehen wir mit Rat und Tat an deren Seite und helfen mit kostenlosen Sach-, Lebensmittel- und Kleidungspenden. Das Thema "Armut in Deutschland" wurde lange totgeschwiegen - jetzt ist es an der Zeit aktiv zu werden. Wenn auch Du Hilfe benötigst oder Helfer sein möchtest, dann komm zu uns und werde aktiv!
Jederzeit stehen wir mit Rat und Tat an deren Seite und helfen mit kostenlosen Sach-, Lebensmittel- und Kleidungspenden. Das Thema "Armut in Deutschland" wurde lange totgeschwiegen - jetzt ist es an der Zeit aktiv zu werden. Wenn auch Du Hilfe benötigst oder Helfer sein möchtest, dann komm zu uns und werde aktiv!
Du benötigst Flash 9.0.28 oder höher, sowie Javascript um dieses Element anzuzeigen
Kinderarmut in Deutschland
Relative Armut betrifft in Deutschland zunehmend Kinder. Und diese Situation verschlechtert sich derzeit dramatisch. Lebten im Jahre 2003 1,08 Millionen Kinder in Haushalten, die Sozialhilfe bezogen (wobei der Bezug von Sozialhilfe ein hilfreicher Indikator relativer Armut darstellt), so war diese Zahl schon Ende 2004 auf 1,45 Millionen angestiegen. Im Jahre 2006 liegt diese Zahl bereits bei 2 Millionen oder darüber. Arme Kinder leiden aufgrund der wirtschaftlichen Situation ihrer Familie unter körperlichen und seelischen Belastungen, haben schlechtere Aussichten für ihre schulische und berufliche Ausbildung, werden schlechter mit materiellen Gütern versorgt, sind zuweilen fehlernährt, haben oft weniger soziale Kontakte und Freunde. Gerade angesichts der Tatsache, dass deutsche Kinder (im Alter von 6 bis 17 Jahren) heute über 10 Milliarden Euro zur Verfügung haben, wird die eigene relative Armut der „Habenichtse“ als diskriminierend, ausgrenzend und beschämend empfunden.
Nach amtlicher Statistik lebten Ende 2003 mehr als eine Million Kinder und Jugendliche (unter 18jährige) von Sozialhilfe; dies entsprach 7,2 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Bei den Kindern im Grundschulalter lag die Quote knapp darunter. Die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen ist jedoch deutlich höher als die Sozialhilfequote. Bei den Sieben- bis Zehnjährigen der untersuchungs¬relevanten Altersgruppe haben insbesondere Kinder aus Ein-Eltern-Familien (37 % leben von einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze), Kinder aus sehr großen Familien (vier und mehr Kinder) (56 % unterhalb der Armutsgrenze) und Kinder von Familien mit Migrationshintergrund (50 % unterhalb der Armutsgrenze) ein extrem hohes Armutsrisiko.
(Quelle: Arbeiterwohlfahrt: http://www.awo.org/pub/soz_pol/armut/iss-3-end/view)
Weitere Zahlen und Fakten:
• Jedes siebte Kind/jeder siebte Jugendliche ist arm (lebt in einer Familie, die weniger als 50 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat).
• Die Hälfte aller Kinder in Deutschland lebt in finanziell unsicheren Verhältnissen (75 Prozent des mittleren Einkommens).
• 37 Prozent der drei Millionen Sozialhilfeempfänger/innen sind Kinder und Jugendliche.
• 6,6 Prozent aller Kinder erhalten Sozialhilfe (doppelt so viel wie der Bevölkerungsdurchschnitt).
• Arme Kinder benötigen fast doppelt so häufig Frühförderung wie Kinder aus nicht-armen Elternhäusern.
• Gegenüber einem Arbeiterkind hat ein Kind aus der oberen Schicht – bei gleicher schulischer Leistung – eine 2,6mal höhere Chance, auf das Gymnasium zu gehen.
• 16 Prozent der armen Kinder fühlen sich oft einsam (gegenüber 9 Prozent der nicht-armen Kinder).
• Nur ein Viertel der armen Kinder ist Mitglied in einem Verein (bei nicht-armen Kindern ist es die Hälfte).
Soziale Herkunft
Das Armutsrisiko von Kindern ist hochgradig durch ihre soziale Herkunft bestimmt. So zeigen sich innerhalb eines jeden Haushaltstyps extreme klassenspezifische Differenzen. Familien der höheren sozialen Klassen – in denen 46 Prozent aller Kinder leben – haben ein sehr geringes Armutsrisiko. Ist der Haushaltsvorstand dagegen einfacher Arbeiter, findet sich jedes sechste in kleineren und annähernd jedes zweite Kind in größeren Familien in extremer Armut. Auch bei den Alleinerziehenden zeigt sich eine klare Klassendifferenzierung, wobei etwa zwei Drittel aller armen Kinder in Alleinerziehenden-Haushalten eine Arbeiterin als Mutter haben.
Relative Armut betrifft in Deutschland zunehmend Kinder. Und diese Situation verschlechtert sich derzeit dramatisch. Lebten im Jahre 2003 1,08 Millionen Kinder in Haushalten, die Sozialhilfe bezogen (wobei der Bezug von Sozialhilfe ein hilfreicher Indikator relativer Armut darstellt), so war diese Zahl schon Ende 2004 auf 1,45 Millionen angestiegen. Im Jahre 2006 liegt diese Zahl bereits bei 2 Millionen oder darüber. Arme Kinder leiden aufgrund der wirtschaftlichen Situation ihrer Familie unter körperlichen und seelischen Belastungen, haben schlechtere Aussichten für ihre schulische und berufliche Ausbildung, werden schlechter mit materiellen Gütern versorgt, sind zuweilen fehlernährt, haben oft weniger soziale Kontakte und Freunde. Gerade angesichts der Tatsache, dass deutsche Kinder (im Alter von 6 bis 17 Jahren) heute über 10 Milliarden Euro zur Verfügung haben, wird die eigene relative Armut der „Habenichtse“ als diskriminierend, ausgrenzend und beschämend empfunden.
Nach amtlicher Statistik lebten Ende 2003 mehr als eine Million Kinder und Jugendliche (unter 18jährige) von Sozialhilfe; dies entsprach 7,2 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Bei den Kindern im Grundschulalter lag die Quote knapp darunter. Die Armutsquote von Kindern und Jugendlichen ist jedoch deutlich höher als die Sozialhilfequote. Bei den Sieben- bis Zehnjährigen der untersuchungs¬relevanten Altersgruppe haben insbesondere Kinder aus Ein-Eltern-Familien (37 % leben von einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze), Kinder aus sehr großen Familien (vier und mehr Kinder) (56 % unterhalb der Armutsgrenze) und Kinder von Familien mit Migrationshintergrund (50 % unterhalb der Armutsgrenze) ein extrem hohes Armutsrisiko.
(Quelle: Arbeiterwohlfahrt: http://www.awo.org/pub/soz_pol/armut/iss-3-end/view)
Weitere Zahlen und Fakten:
• Jedes siebte Kind/jeder siebte Jugendliche ist arm (lebt in einer Familie, die weniger als 50 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat).
• Die Hälfte aller Kinder in Deutschland lebt in finanziell unsicheren Verhältnissen (75 Prozent des mittleren Einkommens).
• 37 Prozent der drei Millionen Sozialhilfeempfänger/innen sind Kinder und Jugendliche.
• 6,6 Prozent aller Kinder erhalten Sozialhilfe (doppelt so viel wie der Bevölkerungsdurchschnitt).
• Arme Kinder benötigen fast doppelt so häufig Frühförderung wie Kinder aus nicht-armen Elternhäusern.
• Gegenüber einem Arbeiterkind hat ein Kind aus der oberen Schicht – bei gleicher schulischer Leistung – eine 2,6mal höhere Chance, auf das Gymnasium zu gehen.
• 16 Prozent der armen Kinder fühlen sich oft einsam (gegenüber 9 Prozent der nicht-armen Kinder).
• Nur ein Viertel der armen Kinder ist Mitglied in einem Verein (bei nicht-armen Kindern ist es die Hälfte).
Soziale Herkunft
Das Armutsrisiko von Kindern ist hochgradig durch ihre soziale Herkunft bestimmt. So zeigen sich innerhalb eines jeden Haushaltstyps extreme klassenspezifische Differenzen. Familien der höheren sozialen Klassen – in denen 46 Prozent aller Kinder leben – haben ein sehr geringes Armutsrisiko. Ist der Haushaltsvorstand dagegen einfacher Arbeiter, findet sich jedes sechste in kleineren und annähernd jedes zweite Kind in größeren Familien in extremer Armut. Auch bei den Alleinerziehenden zeigt sich eine klare Klassendifferenzierung, wobei etwa zwei Drittel aller armen Kinder in Alleinerziehenden-Haushalten eine Arbeiterin als Mutter haben.
(Quelle: armut.de)
Bekämpfung der Armut in Deutschland
Die Bekämpfung der relativen Armut und des Armutsrisikos in Deutschland ist, wie jedermann weiß, ein Dauerthema, das Politik, Medien und Bürger umtreibt. Gäbe es einfache Antworten und Lösungen, hätte man sie schon umgesetzt. Doch leider gibt es sie nicht. Im Gegenteil: Die Armut scheint sich weiter zu verschärfen, aufgrund der negativen Auswirkungen der Globalisierung, der Überproduktivität der Arbeitenden, aufgrund eines Turbokapitalismus, der allzu bereitwillig Arbeitstellen demShareholder Value opfert sowie aufgrund der daraus sich ergebenden allgemeinen Arbeitslosigkeit und eines sinkenden Lohnniveaus.
Was ist zu tun? Man wird die Probleme nicht lösen oder wegdiskutieren können. Aber man muss versuchen, sie abzuschwächen. Aber wie? Hier sind einige Lösungsansätze, die diskutiert werden:
1. Mehr Innovation
Deutschland braucht mehr Innovationen, um als Industrienation vorne zu bleiben und eine höhere Beschäftigung zu erreichen. Nur wenn wir in der Lage sind
2. Mehr Bildung und Ausbildung
Um ein innovatives Klima zu erreichen, braucht Deutschland mehr gut gebildete und ausgebildete Fachkräfte. Die Stärke, die Deutschland in der Vergangenheit ausgezeichnet hatte, war der handwerkliche Mittelstand. Doch der allein ist nicht länger tragfähig. Eltern müssen erkennen, dass ihre Kinder nur dann eine gute Zukunftschance haben, wenn sie eine gute Erziehung, Bildung und Ausbildung erhalten.
3. Mehr ausländische Fachkräfte
Neben besser ausgebildeten Deutschen braucht Deutschland auch zusätzliche hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Diesen Fachkräften muss der Weg geebnet werden, für sie müssen Anreize geschaffen werden. Wenn zu viele schlecht ausgebildete Wirtschaftsflüchtlinge und zu wenige Fachkräfte zu uns kommen, werden wir dieses Missverhältnis auf Dauer volkswirtschaftlich teuer bezahlen.
4. Mehr Unternehmergeist
Deutschland liegt bei den Unternehmensgründungen weit hinten. Das Sicherheitsdenken der Deutschen führt immer noch dazu, dass nach dem Vater Staat gerufen wird, der die finanzielle und soziale Sicherheit garantieren soll. Aber das kann er langfristig nicht mehr. Deshalb ist in Deutschland mehr Innovationskraft und Unternehmergeist gefragt.
5. Faires Lohnniveau
Man sagt, Autos kaufen keine Autos, nur Menschen kaufen Autos. Aber Menschen können sich Autos und andere Gebrauchsgüter nur dann leisten, wenn sie auch entsprechendes Geld in der Tasche haben. Unternehmen schaden sich letztlich selbst, wenn sie Stellenabbau und Lohndumping betreiben. Unternehmen müssen wissen, dass wenn sie Kündigen aussprechen und Lohnsenkungen vornehmen, sie in Zukunft weniger zahlungsfähige Kunden haben werden.
6. Zügelung des Turbokapitalismus
Unternehmen, die, um ihren Aktionären höhere Gewinne zu ermöglichen, massiven Stellenabbau betreiben, schaden letztlich sich selbst und den Aktionären, weil der Stellenabbau (siehe unter 5.) zwar kurzfristig die Gewinne begünstigt, aber langfristig reduziert. Es handelt sich um einen selbst-auflösenden Teufelskreis
7. Gezielter kaufen
Der kostenbewusste Bürger neigt dazu, dort einzukaufen, wo die Produkte am billigsten sind. Also bei den Discountern und den großen Supermarkt-Ketten. Damit jedoch fördert er den Verdienst der Großunternehmen, durch Mengenrabatte Preisdumping betreiben können. Der Bürger sollte jedoch lieber dort einkaufen, wo er den Geschäftsinhaber persönlich kennt, auch wenn dort die Produkte etwas teurer sind. Dadurch würde die Wirtschaftskraft des kleinen Mannes gestärkt und letztlich der Bürger selbst profitieren.
Die Bekämpfung der relativen Armut und des Armutsrisikos in Deutschland ist, wie jedermann weiß, ein Dauerthema, das Politik, Medien und Bürger umtreibt. Gäbe es einfache Antworten und Lösungen, hätte man sie schon umgesetzt. Doch leider gibt es sie nicht. Im Gegenteil: Die Armut scheint sich weiter zu verschärfen, aufgrund der negativen Auswirkungen der Globalisierung, der Überproduktivität der Arbeitenden, aufgrund eines Turbokapitalismus, der allzu bereitwillig Arbeitstellen demShareholder Value opfert sowie aufgrund der daraus sich ergebenden allgemeinen Arbeitslosigkeit und eines sinkenden Lohnniveaus.
Was ist zu tun? Man wird die Probleme nicht lösen oder wegdiskutieren können. Aber man muss versuchen, sie abzuschwächen. Aber wie? Hier sind einige Lösungsansätze, die diskutiert werden:
1. Mehr Innovation
Deutschland braucht mehr Innovationen, um als Industrienation vorne zu bleiben und eine höhere Beschäftigung zu erreichen. Nur wenn wir in der Lage sind
2. Mehr Bildung und Ausbildung
Um ein innovatives Klima zu erreichen, braucht Deutschland mehr gut gebildete und ausgebildete Fachkräfte. Die Stärke, die Deutschland in der Vergangenheit ausgezeichnet hatte, war der handwerkliche Mittelstand. Doch der allein ist nicht länger tragfähig. Eltern müssen erkennen, dass ihre Kinder nur dann eine gute Zukunftschance haben, wenn sie eine gute Erziehung, Bildung und Ausbildung erhalten.
3. Mehr ausländische Fachkräfte
Neben besser ausgebildeten Deutschen braucht Deutschland auch zusätzliche hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Diesen Fachkräften muss der Weg geebnet werden, für sie müssen Anreize geschaffen werden. Wenn zu viele schlecht ausgebildete Wirtschaftsflüchtlinge und zu wenige Fachkräfte zu uns kommen, werden wir dieses Missverhältnis auf Dauer volkswirtschaftlich teuer bezahlen.
4. Mehr Unternehmergeist
Deutschland liegt bei den Unternehmensgründungen weit hinten. Das Sicherheitsdenken der Deutschen führt immer noch dazu, dass nach dem Vater Staat gerufen wird, der die finanzielle und soziale Sicherheit garantieren soll. Aber das kann er langfristig nicht mehr. Deshalb ist in Deutschland mehr Innovationskraft und Unternehmergeist gefragt.
5. Faires Lohnniveau
Man sagt, Autos kaufen keine Autos, nur Menschen kaufen Autos. Aber Menschen können sich Autos und andere Gebrauchsgüter nur dann leisten, wenn sie auch entsprechendes Geld in der Tasche haben. Unternehmen schaden sich letztlich selbst, wenn sie Stellenabbau und Lohndumping betreiben. Unternehmen müssen wissen, dass wenn sie Kündigen aussprechen und Lohnsenkungen vornehmen, sie in Zukunft weniger zahlungsfähige Kunden haben werden.
6. Zügelung des Turbokapitalismus
Unternehmen, die, um ihren Aktionären höhere Gewinne zu ermöglichen, massiven Stellenabbau betreiben, schaden letztlich sich selbst und den Aktionären, weil der Stellenabbau (siehe unter 5.) zwar kurzfristig die Gewinne begünstigt, aber langfristig reduziert. Es handelt sich um einen selbst-auflösenden Teufelskreis
7. Gezielter kaufen
Der kostenbewusste Bürger neigt dazu, dort einzukaufen, wo die Produkte am billigsten sind. Also bei den Discountern und den großen Supermarkt-Ketten. Damit jedoch fördert er den Verdienst der Großunternehmen, durch Mengenrabatte Preisdumping betreiben können. Der Bürger sollte jedoch lieber dort einkaufen, wo er den Geschäftsinhaber persönlich kennt, auch wenn dort die Produkte etwas teurer sind. Dadurch würde die Wirtschaftskraft des kleinen Mannes gestärkt und letztlich der Bürger selbst profitieren.
(Quelle: armut.de)
Lesen Sie hier den Armutsbericht 2011 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes:
Armutsbericht 2011
Vor einer Verfestigung der Armut auf Rekordniveau warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der Veröffentlichung seines Armutsberichtes 2011. Scharfe Kritik übt der Verband an der Sozialpolitik der Bundesregierung. Er fordert die Bundesregierung zu einer rigorosen armutspolitischen Kehrtwende auf.